sicher-bunkern.de

Eine Initiative von LIFETIME Technologies

FAME-Übergang in der Binnenschifffahrt 2026 bis 2030

Was sich mit RED III in Ihrem Tank verändert.

Eine Wissens-Initiative zur Pflege Ihrer Antriebsanlage unter steigendem Bioanteil. Sachliche Einordnung, Industrie-Belege und Praxis-Empfehlungen für die Binnenschifffahrt.

Regulatorik

Was bedeutet RED III für die Binnenschifffahrt?

Die Renewable Energy Directive III (RED III) der EU verpflichtet die Mitgliedstaaten, den Anteil erneuerbarer Energien im Verkehrssektor bis 2030 deutlich anzuheben. In der Praxis bedeutet das für die Binnenschifffahrt: Der FAME-Bioanteil im Bunker-Gasöl steigt – schrittweise, je nach Region unterschiedlich, aber eindeutig in Richtung höhere Blends.

Wichtig zur Einordnung: FAME-Blends sind normgerecht. Die EN-590-Spezifikation ist erfüllt, Motorenhersteller haben B7 längst freigegeben, B10 und B20 folgen. Der Kraftstoff selbst bleibt zuverlässig. Was sich verändert, ist die Pflege im Tank.

Drei Wartungs-Themen verschieben sich mit steigendem Bioanteil. Wir erklären sie auf dieser Seite sachlich, ordnen die Hintergründe ein und zeigen, worauf in der Praxis zu achten ist. Wer in die Detail-Tiefe gehen möchte, kann das ausführliche Whitepaper als PDF anfordern.

Drei Wartungs-Themen

Was sich mit steigendem Bioanteil verändert

Der Bunker-Diesel bleibt normgerecht. Was sich verschiebt, sind drei Wartungs-Themen im Tank – die jeder Betreiber kennen und vorbereiten sollte.

Wasch-Effekt

FAME wirkt als Lösungsmittel und löst Altablagerungen aus Tank und Leitungen. Diese werden in den Kraftstoffkreislauf eingetragen und landen am Filter. Bekannt als „Wasch-Effekt" beim Wechsel auf höhere Bioanteile, führt zu häufigeren ungeplanten Filterwechseln.

Dieselpest

FAME nimmt mehr Wasser auf als fossiler Diesel. Am Tankboden bildet sich eine Wasserphase, in der Bakterien, Hefen und Pilze einen Biofilm aufbauen. Der setzt Filter zu und kann Leitungen angreifen. Das Risiko wächst mit Bioanteil und Liegezeiten.

Oxidation

FAME altert schneller als fossiler Diesel. Bei längeren Liegezeiten und im Saisonbetrieb entstehen Säuren, Verharzungen und Lackrückstände, die Filter zusetzen und Düsen verkleben. In Monaten messbar.

Whitepaper

Der FAME-Übergang im Detail

19 Seiten PDF mit der vollständigen Einordnung – regulatorisch, technisch und betriebswirtschaftlich. Für Reedereien, Inspektoren und Partikulier, die tiefer einsteigen wollen.

  • Regulatorische Hintergründe: RED III und nationale Umsetzung
  • Drei Wartungs-Themen im Tank: Wasch-Effekt, Dieselpest, Oxidation
  • Industrie-Test-Verfahren: CEC, ASTM, Modified Rancimat, FBT
  • Praxis-Empfehlungen und Dosierungs-Logik
  • Wirtschaftlichkeits-Beispiel für ein 200.000-L-Schiff/Jahr

Kostenfrei nach kurzer Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse.

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Pflege-Ansätze

Was im FAME-Übergang hilft

Moderne Pflege-Konzepte greifen direkt am Kraftstoff an. Sie adressieren die drei Wartungs-Themen über sechs gezielte Wirkebenen, deren Wirkung im Kraftstoff nach international anerkannten Industrie-Verfahren messbar ist.

Filtrierbarkeit verbessern

Verlangsamt das Zusetzen des Filters trotz Wasch-Effekt.

Prüfverfahren: FBT (Filter Blocking Tendency)

Wasserabscheidung

Trennt Wasser sauber vom Kraftstoff und entzieht der Dieselpest den Nährboden.

Prüfverfahren: ASTM D1094

Oxidationsstabilität

Hält den Kraftstoff bei Liegezeiten länger stabil, verzögert Säuren und Verharzung.

Prüfverfahren: Modified Rancimat

Korrosionsschutz

Schützt Tankboden, Leitungen und Pumpenteile vor Wasser-Korrosion.

Prüfverfahren: ASTM D665A (NACE-Skala)

Düsen-Sauberkeit

Hält Injektoren frei von Ablagerungen und löst bestehende Beläge.

Prüfverfahren: CEC F-23-01, CEC F-98-08

Anti-Schaum

Reduziert Kraftstoffschaum beim Bunkern, verkürzt den Vorgang.

Prüfverfahren: Standardisierte Prüfstandsmessung

Praxis-Erfahrung

Seit 15 Jahren in der Binnenschifffahrt

Praxis-Pflege im Tank ist kein Labor-Thema. Sie funktioniert nur, wenn Wirkstoffe, Dosierung und Bunker-Realität zusammen­passen.

Das hinter dieser Initiative stehende Pflege-Konzept ist seit über 15 Jahren in der Binnenschifffahrt im Einsatz – auf dem Main, Rhein, der Donau und in den ARA-Häfen. Die V2-Generation ist die konsequente Weiterentwicklung für den FAME-Übergang unter RED III.

Made in Germany. Eigene Rezeptur, eigene Produktion. Kein Experiment, sondern erprobte Praxis-Pflege.

Binnenschiff MAINFRANKEN auf dem Main – Praxis-Anker der 15-jährigen Branchen-Erfahrung

Über die Initiative

Wer steht hinter sicher-bunkern.de?

sicher-bunkern.de ist eine Initiative von LIFETIME Technologies – Hersteller von Premium-Kraftstoffadditiven mit über 30 Jahren Erfahrung in der Motoren- und Kraftstoffpflege.

Wir wollen die Branche im FAME-Übergang sachlich unterstützen: mit fachlich fundiertem Material, transparenten Industrie-Test-Verfahren und einer ehrlichen Einordnung dessen, was sich verändert – und was nicht.

Bereit, Ihre Flotte sicher durch den FAME-Übergang zu bringen?

Über 30 Jahre Erfahrung mit Premium-Kraftstoffadditiven. Seit 15 Jahren in der Binnenschifffahrt etabliert.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet RED III für die Binnenschifffahrt konkret?

Die Renewable Energy Directive III verpflichtet die Mitgliedstaaten, den erneuerbaren Anteil im Verkehrssektor bis 2030 auf 29 % (oder 14,5 % Treibhausgas-Reduktion) anzuheben. Für die Binnenschifffahrt bedeutet das: der FAME-Anteil im Bunker-Gasöl steigt schrittweise. B7 ist heute Standard, B10 und B20 folgen je nach Land.

Was ist Dieselpest und wie entsteht sie?

Dieselpest ist ein mikrobieller Befall im Kraftstofftank. FAME nimmt mehr Wasser auf als fossiler Diesel. Am Tankboden bildet sich eine Wasserphase, in der Bakterien, Hefen und Pilze einen zähen Biofilm aufbauen. Dieser setzt Filter zu und kann Leitungen angreifen. Das Risiko wächst mit Bioanteil und Liegezeiten.

Was hilft gegen Dieselpest?

Wirksam ist die Wasserabscheidung im Kraftstoff. Trennt man Wasser sauber vom Diesel ab, entzieht das den Mikroorganismen am Tankboden den Nährboden. Moderne Diesel-Additive können das im Bunker-Vorgang leisten. Biozide sind dafür nicht erforderlich – und bei bereits massivem Befall reicht ein Additiv allein nicht aus, dann ist eine gezielte Tanksanierung nötig.

Nach welchen Verfahren werden Diesel-Pflege-Wirkstoffe geprüft?

Für die kraftstoffbezogenen Wirkebenen gelten international anerkannte Industrie-Standards. Diese sind nicht FAME-spezifisch, werden im FAME-Übergang aber besonders relevant, weil die Wartungs-Themen sich verstärken: CEC F-23-01 und F-98-08 für Düsen-Sauberkeit, FBT für Filtrierbarkeit, Modified Rancimat für Oxidationsstabilität, ASTM D665A auf der NACE-Skala für Korrosionsschutz, ASTM D1094 für Wasserabscheidung. Konkrete Werte für das Pflege-Konzept Longlife DIESEL Green V2 finden Sie auf unserer Prüfstand-Seite.

Wie oft sollte ein Diesel-Additiv eingesetzt werden?

Bei jedem Bunkervorgang in der Dauerschutz-Dosierung (Keep Clean). Bei bestehenden Ablagerungen empfiehlt sich vorab eine einmalige Grundreinigungs-Phase über mehrere Tankfüllungen in der höheren Reinigungs-Dosierung (Clean Up), danach Umstellung auf Keep Clean. Konkrete Mischungsverhältnisse stehen im Whitepaper und Tech-Datenblatt.

Beeinflusst ein Additiv die Abgasnachbehandlung oder die Kraftstoffnorm?

Nein. Moderne Diesel-Additive werden in geringer Dosis ausschließlich dem Kraftstoff zugesetzt. Die Kraftstoff-Spezifikation nach EN 590 bleibt erhalten. SCR-/AdBlue-Systeme und Abgasnachbehandlung bleiben unbeeinflusst.

Was ist mit der Schmierfähigkeit ab B20?

Die Schmierfähigkeit bei höheren FAME-Anteilen wird primär über die Bunker-Spezifikation gelöst. LIFETIME bereitet dazu eine dedizierte Ergänzungslösung vor (Marktstart August). Die aktuellen Wartungs-Themen aus dem FAME-Übergang adressiert das bestehende Pflege-Konzept vollständig.